Elektromagnetische Verträglichkeit - Theorie und Störungen - Lösungen - Gesetzliche Vorschriften
Theorie und Störungen
In der Theorie entwickelte man ein so genanntes Störkopplungsmodell zur einfacheren Anschaulichkeit des Problems. Dabei werden die zwei massgeblichen Objekte als Störquelle (englisch source) bzw. als Störsenke (victim) bezeichnet. Wichtigstes Kriterium bei der Bestimmung und der Verhinderung einer Störung durch EMC ist die Kopplung, das heisst der Abstand zwischen Quelle und Senke. Dabei kann wiederum in natürliche bzw. technische Quelle und Senke differenziert werden. Bekanntes Beispiel für eine natürliche Störquelle ist der Blitz, der bspw. auf eine natürliche Senke, ein Lebewesen, trifft. Umgekehrt sind vor allem Geräte mit Funkempfang prädestinierte technische Senken und Frequenzumrichter bevorzugte technische Störquellen. Bei der Art der Störung teilt man ebenfalls grundsätzlich in leitungsgebundene und feldgebundene auf. Während bei ersterer beide Objekte über ein Art von Leitung direkt miteinander verbunden sind, können bei feldgebundenen Störungen bspw. mittels einer Antenne auch über weitere Strecken erfolgen. Die bekannten Knackgeräusche im Radio sind Belege für eine erfolgte Störung.